Der Neo-Aufenthalt:
Fast alle Neugeborenen mit Verdacht auf HIE müssen nach der Geburt auf die Neugeborenen-Intensivstation aufgenommen werden. Dies erfolgt vor allem, um die Neugeborenen bestmöglich zu beobachten und die verschiedenen Organe zu untersuchen. Hierbei liegt der Fokus nicht nur auf dem Gehirn, sondern auch auf dem Herzen, den Lungen, den Nieren und dem Magen-Darm-Trakt. Hierfür nutzen wir verschiedene Hilfsmittel (z.B. Ultraschall) und das Neugeborene wird an die Monitoranlage angeschlossen, damit wir den Herzschlag, die Sauerstoffversorgung und den Blutdruck messen können.
Neugeborene mit moderater bis schwerer HIE benötigen meist mehr Hilfe, da es ihnen schlechter geht. Das heißt viele der Neugeborenen werden beatmet und bekommen Zugänge, damit Medikamente über die Vene gegeben werden können. Beatmet zu sein ist unangenehm, so dass die Neugeborenen meist eine künstliche Narkose bekommen, damit sie keine Schmerzen haben. Außerdem ist es notwendig, eine Magensonde zu legen, um Milch und manchmal auch Medikamente zu geben.
Der Anblick und das Blinken der ganzen Infusionspumpen und das „Gebimmel“ der Alarme kann ganz schön stressig sein. Sprecht das Team an, um alles erklärt zu bekommen und die Notwendigkeit einzuordnen.
Obwohl das Neugeborene auf der Intensivstation liegt, braucht es seine Eltern, kann angefasst werden und manchmal auch auf den Arm genommen werden. Die Eltern sind Teil des Teams und keine Besucher – das ist ganz wichtig!